KfW-Unternehmerkredit (ab 3 Jahre nach Geschäftsaufnahme)

Stand: Februar 2013

Aktueller Hinweis:

Einstellung des Programmteil B "Nachrangkapital“ zum 30.04.2013

Im Rahmen des Förderprogramms KfW-Unternehmerkredit - Programmteil B "Nachrangkapital“ - stellt die KfW bislang kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Kombination einer Fremdkapital- und einer Nachrangkapitaltranche zur Investitionsfinanzierung im In- und Ausland zur Verfügung.

Die Nachfrage nach Nachrangdarlehen in der allgemeinen Unternehmensfinanzierung ist jedoch seit einigen Jahren stark rückläufig.
Vor diesem Hintergrund stellt die KfW das Förderprogramm zum 30.04.2013 ein. Bis zu diesem Zeitpunkt können noch Anträge im KfW-Unternehmerkredit - Nachrangkapital gestellt werden.

Förderfenster für Griechenland im KfW-Unternehmerkredit

Die Investitions- und Wachstumsoffensive für Griechenland des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt die KfW durch ein besonders vergünstigtes Förderfenster im KfW-Unternehmerkredit. Generell können Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen im KfW-Unternehmerkredit gefördert werden; das Förderfenster Griechenland bietet auf Grundlage der bisherigen Konditionengestaltung eine weitere Verbilligung in Höhe von 25 Basispunkten für alle Laufzeitvarianten der Fremdkapitalfinanzierungen (Programmteil A).

Für das Förderfenster Griechenland gelten ansonsten die Förderbedingungen des KfW-Unternehmerkredites für Vorhaben im Ausland.

Antragsberechtigt für Vorhaben in Griechenland sind:

  • deutsche Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (maximaler Gruppenumsatz von 500 Millionen Euro)
  • sowie deren Tochtergesellschaften mit Sitz in Griechenland, Joint-Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung in Griechenland
  • freiberuflich Tätige aus Deutschland.

Alle übrigen Programmbestimmungen des KfW-Unternehmerkredits bleiben unverändert bestehen.

Anträge können ab sofort gestellt werden.

 

Ziel und Gegenstand

Der KfW-Unternehmerkredit dient der mittel- und langfristigen Finanzierung von Vorhaben im In- und Ausland, die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen.

Das Programm besteht aus zwei Teilen:

Programmteil A "Fremdkapital“: Angeboten werden mittel- und langfristige Kredite zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln kleiner und mittlerer Unternehmen und größerer Mittelständlern.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) besteht ein spezielles KMU-Fenster mit zusätzlich vergünstigten Zinskonditionen

Programmteil B "Nachrangkapital“: Angeboten wird ein integriertes Finanzierungspaket aus Nachrangdarlehen und Fremdkapital zur Finanzierung von Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).

Antragsberechtigt sind

  • Angehörige der Freien Berufe sowie
  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und deren Gruppenumsatz 500 Mio. EUR nicht überschreitet,

die grundsätzlich seit mindestens drei Jahren am Markt aktiv sind und über eine ausreichende Bonität verfügen ( siehe risikogerechtes Zinssystem ).

Die Umschuldung bzw. Nachfinanzierung bereits abgeschlossener Vorhaben, sowie Anschlussfinanzierungen und Prolongationen und Sanierungsfälle bzw. Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Europäischen Gemeinschaft sind ausgeschlossen.


Weitere Voraussetzungen

Im KfW-Unternehmerkredit werden von der KfW Finanzierungshilfen nach unterschiedlichen EU-Beihilferegelungen vergeben. Diese verpflichten KfW und Antragsteller zur Einhaltung spezifischer Vorgaben.
Detaillierte Informationen zu den beihilferechtlichen Vorgaben für den Antragsteller enthält das "Allgemeine Merkblatt zu Beihilfen“.


Mitfinanziert werden z.B. in den Programmteilen A "Fremdkapital" und B "Nachrangkapital"

  • Erwerb von Grundstücken und Gebäuden,
  • gewerbliche Baukosten,
  • Kauf von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Einrichtungen,
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung,
  • immaterielle Investitionen in Verbindung mit Technologietransfer, die vom Antragsteller zu Marktbedingungen erworben, durch ihn genutzt und mindestens 3 Jahre in der Bilanz aktiviert werden,
  • Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen einschließlich Übernahmen in Form von asset deals ( Erwerb sämtlicher Wirtschaftsgüter - reine Finanzinvestitionen sind nicht förderfähig )


Im Programmteil A "Fremdkapital" sind zusätzlich folgende Investitionsmaßnahmen förderfähig:

  • extern erworbene Beratungsdienstleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei Erschließung neuer Märkte oder Einführung neuer Produktionsmethoden sicherstellen,
  • Kosten für erste Messeteilnahmen,
  • Erwerb einer tätigen Beteiligung durch ein Unternehmen oder durch eine natürliche Person (grundsätzlich mindestens 10% Gesellschaftsanteil und Geschäftsführerbefugnis),
  • Betriebsmittel


Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt als Fremdkapitaldarlehen ( Programmteil A ) oder einem integrierten Finanzierungspaket ( Programmteil B ), das aus einem Nachrangdarlehen ("Nachrangtranche“) und einem klassischen Darlehen ohne Haftungsfreistellung ("Fremdkapitaltranche“) aus der Programmvariante "Fremdkapital“ besteht. Fremdkapital- und Nachrangtranche sind obligatorisch gleich groß.

Finanzierungsanteil:
Bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten, bzw. in Programmteil A zusätzlich bis zu 100% der Betriebsmittel.

Darlehenshöchstbetrag:

Fremdkapital ( Programmteil A )
- Investitionsvorhaben / Betriebsmittel ohne Haftungsfreistellung: maximal 25 Millionen Euro pro Vorhaben.
- Betriebsmittel im KMU-Fenster mit Haftungsfreistellung: maximal 5 Millionen Euro je Unternehmensgruppe.

Nachrangkapital ( Programmteil B )
Investitionsvorhaben: maximal 4 Mio. EUR je Vorhaben (  je 2 Mio. EUR Nachrang- und Fremdkapitaltranche )

Auszahlung: 100 %

Zinssatz: Der Zinssatz wird unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers (Bonität) und der Werthaltigkeit der für den Kredit gestellten Sicherheiten von der Hausbank festgelegt. Hierbei erfolgt eine Einordnung in eine von der KfW vorgegebenen Bonitätsklassen und Besicherungsklassen. Durch die Kombination von Bonitäts- und Besicherungsklassen ordnet die Hausbank den Förderkredit einer von der KfW vorgegebenen Preisklasse zu ( risikogerechtes Zinssystem ).

Besicherung: Vom Kreditnehmer sind bankübliche Sicherheiten zu stellen.
Form und Umfang der Besicherung werden im Rahmen der Kreditverhandlungen zwischen dem Antragsteller und seiner Hausbank vereinbart.

Haftungsfreistellung:

Fremdkapital Programmteil A:
Im Rahmen von Investitionsfinanzierungen ist weiterhin eine 50-prozentige Haftungsfreistellung des durchleitenden Kreditinstitutes bei Krediten an Unternehmen und freiberuflich Tätige möglich, die bereits 2 Jahre bestehen bzw. seit 2 Jahren am Markt tätig sind.
Bei Betriebsmittelkrediten ist eine 50-prozentige Haftungsfreistellung ausschließlich im KMU-Fenster für endfällige Kredite mit einer maximalen Laufzeit von 2 Jahren möglich.

Nachrangkapital Programmteil B:
Für die Nachrangtranche wird das durchleitende Kreditinstitut von der Haftung freigestellt. Die Bank tritt mit ihren Forderungen aus der Nachrangtranche im Rang hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und künftigen Fremdkapitalgeber zurück.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn des Vorhabens bei der jeweiligen Hausbank zu stellen ( Hausbankverfahren ).

Im Rahmen der Kreditentscheidung wird die KfW immer dann eine SCHUFA-Auskunft einholen, wenn es sich um einen nichtbilanzierenden Antragsteller handelt. Dies betrifft ausschließlich Anträge im KfW-Unternehmerkredit mit Haftungsfreistellung.

Weitere Informationen:

kfw BANKENGRUPPE

Programmteil A "Fremdkapital“ ( externer Link )

Programmteil B "Nachrangkapital“ ( externer Link )

Veranstaltungskalender

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Veranstaltungstipp
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