Investitionskapital für kleine und mittlere Unternehmen
( NRW/EU.Investitionskapital )

Stand: August 2013

Ziel und Gegenstand

Für kleine und mittlere Unternehmen stellt sich oftmals ein Mangel an Eigenkapital als Problem dar. Im Fall fehlender oder nicht ausreichender Sicherheiten ist dann eine Finanzierung von Investitionsvorhaben über Fremdkapital erheblich erschwert oder sogar unmöglich. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt daher mit Unterstützung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in diesem Programm kleinen und mittleren Unternehmen ( KMU ) Darlehen, von denen ein Teil unbesichert und mit Nachrangabrede versehen ist, für produktive Investitionen zur Verfügung. Dabei kann der als Nachrangdarlehen auszureichende Förderbetrag wie wirtschaftliches Eigenkapital betrachtet werden. Ziel der Maßnahme ist es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern sowie eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen zu erreichen.

Gegenstand der Förderung
sind - neben Betriebserwerben - nur Wachstumsinvestitionen, die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen und deren Gesamtfinanzierung gesichert ist. Gefördert werden Ausgaben für die Anschaffung bzw. Herstellung der zum Investitionsvorhaben zählenden Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens (u.a. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Wirtschaftsgüter, soweit sie aktiviert werden). Immaterielle Wirtschaftsgüter sind Patente, Betriebslizenzen oder patentierte und nicht patentierte technische Kenntnisse sowie Software.
Der Kaufpreis für Grundstücke mit Aufbauten zu Marktpreisen kann zu 10% der ansonsten förderfähigen Investitionskosten in die Förderung einbezogen werden.

Antragsberechtigt sind
investierende kleine und mittlere Unternehmen ( KMU ) entsprechend der KMU-Definition der EU mit Sitz oder Betriebsstätte in Nordrhein-Westfalen, die die zu fördernde Investition selbst nutzen oder wenn zwischen Investor und Nutzer eine steuerlich anerkannte Betriebsaufspaltung oder Mitunternehmerschaft vorliegt.

Ausgeschlossen sind KMU, die sich in Schwierigkeiten befinden, KMU aus dem Bereich Fischerei und Aquakultur und KMU, die sich mit der Primärproduktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie der Herstellung und der Vermarktung von Erzeugnissen zur Imitation oder Substitution von Milch oder Milcherzeugnissen befassen.

Das KMU muss in den vergangenen beiden Geschäftsjahren ein Unternehmenswachstum aufweisen. Die Wirtschaftlichkeit der Investition und der damit verbundene Arbeitsplatzeffekt ist darzulegen.

Förderumfang und Höhe

Die Förderung erfolgt als Finanzierungspaket in Höhe von mindestens 25.000 € bis maximal 2 Mio. €, bestehend aus einer Nachrangtranche in Höhe von max. 50%, höchstens 1 Mio. €, und einer Fremdkapitaltranche in Höhe von mindestens 20% des Finanzierungspakets, maximal bis zur Höhe der Nachrangtrache.

Sicherheiten sind für die Nachrangtranche nicht zu stellen ( 100 %tige Haftungsfreistellung der Hausbank ). Für die Fremdkapitaltranche gelten bankübliche Sicherheiten, mit Ausnahme von öffentlichen Bürgschaften und / oder Kontoguthaben ( Tages-, Fest-, Termingeld ).

Der Zinssatz wird kundenindividuell für die Nachrangtranche bonitätsabhängig und für die Fremdkapitaltranche bonitäts- und besicherungsabhängig festgelegt.

Die Laufzeit des Finanzierungspakets beträgt  max. 15 Jahre bei 7 tilgungsfreien Anlaufjahren. Ab dem achten Jahr ist das Darlehen in Vierteljahresraten zurückzuführen.

Die Auszahlung erfolgt zu 100 %.

EU-Beihilfebestimmungen

Die Bereitstellung von Darlehen erfolgt auf Grundlage der EU-Freistellungsverordnung für "De-minimis"-Beihilfen. Die Antragsteller dürfen innerhalb des laufenden Steuerjahres sowie in den vorangegangenen zwei Steuerjahren "De-minimis"-Beihilfen von maximal 200.000 € erhalten.

Antragstellung

Anträge sind vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut nach Wahl zu stellen ( Hausbankverfahren ).
Als Beginn des Vorhabens ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrages zu werten. Bei Baumaßnahmen gelten Planung, Baugrunduntersuchung, Grunderwerb und Herrichtung des Grundstücks nicht als Beginn des Vorhabens, es sei denn, sie sind alleiniger Zweck der beantragten Förderung.

Planungskosten und Ausgaben für Baugrunduntersuchung, die vor Antragstellung entstanden sind, sind förderbar, soweit sie in unmittelbarem Zusammenhang mit der förderbaren Maßnahme stehen.

Weitere Informationen:  NRW.BANK ( externer Link )

Veranstaltungskalender

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Veranstaltungstipp
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