Eingliederungszuschüsse

Stand: April 2008

Antragsberechtigte

Arbeitgeber, die Arbeitnehmer/innen mit Vermittlungshemmnissen, Schwerbehinderte und sonstige Behinderte oder besonders betroffene schwer behinderte Arbeitnehmer/innen einstellen, können von der Agentur für Arbeit Eingliederungszuschüsse in Form von Lohnkostenzuschüssen erhalten.

Bemessungsgrundlage

Die Eingliederungszuschüsse beziehen sich auf die regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelte, soweit sie die tariflichen Arbeitsentgelte oder, wenn eine tarifliche Regelung nicht besteht, die ortsüblichen Arbeitsentgelte für vergleichbare Tätigkeiten nicht übersteigen und soweit sie nicht höher sind als die Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitsförderung.
In die Förderung einbezogen wird auch der pauschalierte Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag ( 20% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes ).
Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt, z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, kann nicht berücksichtigt werden.
Die Zuschüsse werden zu Beginn der Maßnahme in monatlichen Festbeträgen für die Förderungsdauer festgelegt.

Fördersatz und Laufzeit

Die Förderung soll bestehende Defizite ( z.B. längere Einarbeitungszeiten ) ausgleichen. Die Höhe und Dauer richtet sich daher nach dem jeweiligen Umfang der Minderleistung der Arbeitnehmer/innen und den jeweiligen Eingliederungserfordernissen.

Für Arbeitnehmer/innen mit Vermittlungshemmnissen kann ein Zuschuss bis zu 50% für maximal 12 Monate geleistet werden.

Bei Arbeitnehmer/innen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, kann die Laufzeit maximal 36 Monate betragen, wobei der Zuschuss nach 12 Monaten um zehn Prozentpunkte jährlich zu vermindern ist.

Für schwer behinderte oder sonstige behinderte Arbeitnehmer/innen kann ein Zuschuss bis zu 70% für maximal 24 Monate geleistet werden.
Bei besonders betroffenen schwer behinderten Arbeitnehmer/innen erhöht sich die Laufzeit auf bis zu 36 Monate.
Nach 12 Monaten wird der Zuschuss um mindestens 10% jährlich gemindert, nicht aber unter die Mindestförderung von 30%.

Für besonders betroffene ältere Schwerbehinderte beträgt die Laufzeit
bis zu 60 Monate bei vollendetem 50. Lebensjahr und
bis zu 96 Monate bei vollendetem 55. Lebensjahr.
Der Zuschuss wird hier erst nach 24 Monaten um jährlich mindestens 10% gemindert, nicht aber unter die Mindestförderung von 30%.

Antragsverfahren

Der Antrag auf Eingliederungzuschüsse muss vor Abschluss des Arbeitsvertrags bei der für den Betriebssitz zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden.
Ein Verzeichnis der örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit kann auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de abgerufen werden.

Veranstaltungskalender

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