Gründercoaching Deutschland

Stand: November 2013

Hinweis: Das BMWi hat zum Ende der Förderperiode 2007-2013 des Europäischen Sozialfonds (ESF) die Laufzeit des "Gründercoaching Deutschland“ (50%ige Zuschüsse) bis zum 30. Juni 2014 verlängert, um eine Förderlücke bis zum Beginn der neuen ESF-Förderperiode zu vermeiden. Der Beratungszeitraum wird für Zusagen ab dem 1. Januar 2014 auf 6 Monate nach Zusage verkürzt.

Die besondere Förderung von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit mit 90%igen Zuschüssen läuft zum 31. Dezember 2013 aus!

Um Existenzgründerinnen und Existenzgründern die Finanzierung von Beratungen in der Phase nach der Gründung zu ermöglichen, können ab von der KfW-Mittelstandsbank Zuschüsse zu den Kosten von Coachingmaßnahmen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ( ESF ) gewährt werden. Die Förderung wird als "De-minimis"-Beihilfe vergeben. Die besondere Förderung von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit erfolgt nach dem 01.10.2008 ebenfalls aus diesem Programm. Dadurch entfällt das bisherige ESF-Programm der Bundesagentur für Arbeit.

Gefördert werden

Coachingmaßnahmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen in den ersten 5 Jahren der Start- und Festigungsphase nach Gründung.

Existenzgründerinnen und Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit erhalten im ersten Jahr eine besondere Förderung, sofern sie für die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit einen Gründungszuschuss ( SGB III ), das Einstiegsgeld ( SGB II ) oder sonstige weitere Leistungen nach dem SGB II erhalten.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Coachingmaßnahmen,

  • im Vorgründungsbereich;
  • die überwiegend Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen beinhalten;
  • die die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) oder Buchführungsarbeiten beinhalten;
  • die überwiegend gutachterliche Stellungnahmen darstellen;
  • die mit anderen ESF-Mitteln finanziert werden (Kumulierungsverbot);
  • die die Gestaltung und Erstellung von Werbematerialien (wie z.B. Briefpapier, Logos, Flyer) sowie von Internetseiten zum Inhalt haben;
  • die Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten beinhalten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen ausgerichtet sind, die vom Berater/Beratungsunternehmen selbst vertrieben werden;
  • die die Beschaffung und Erarbeitung von EDV-Soft- und Hardware oder die Durchführung von EDV-Schulungsmaßnahmen beinhalten.

Eine Person kann die maximale Bemessungsgrundlage - auch mit mehreren Anträgen - in der laufenden ESF-Förderperiode einmalig ausschöpfen.

Antragsberechtigt sind

Existenzgründerinnen und Existenzgründer mit Sitz und Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland, im Bereich der gewerblichen Wirtschaft ( Handel, Handwerk, Industrie, Gast- und Fremdenverkehrsgewerbe, Handelsvertreter und -makler, sonstiges Dienstleistungsgewerbe, Verkehrsgewerbe ) oder als Angehörige der freien Berufe, sofern der überwiegende Geschäftszweck nicht auf entgeltliche Unternehmensberatung ausgerichtet ist. Die Gründung muss auf eine Vollexistenz ausgerichtet sein.

Das Gründercoaching Deutschland ist eine KMU-bezogene Förderung. Im letzten Geschäftsjahr vor Beginn des Coachings muss das Unternehmen die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen.

Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, Fischerei, Aquakultur sowie Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten sind nicht antragsberechtigt.

Voraussetzungen

Die Förderung setzt eine Coachingempfehlung des Regionalpartners und eine Zusage der KfW voraus. Erst nach Erteilung der Zusage darf ein Coachingvertrag abgeschlossen und mit dem Coaching begonnen werden.
Der Gründercoach muss in der KfW-Beraterbörse gelistet und für das Gründercoaching Deutschland freigeschaltet sein.
Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss.
Der Zuschuss beträgt

  • in den alten Bundesländern 50%
  • in den neuen Bundesländern 75%

des Beraterhonorars bei einem maximalen Tagessatz von 800 € ( ein Tagewerk umfasst 8 Stunden ).
Das insgesamt vertraglich zu vereinbarende Netto-Beraterhonorar darf die Bemessungsgrundlage von maximal 6.000 € nicht überschreiten.

Der Zuschuss beträgt

  • bei Existenzgründerinnen und Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit, die Leistungen nach SGB II oder SGB III beziehen, 90%

des Beraterhonorars bei einem maximalen Tagessatz von 800 € ( ein Tagewerk umfasst 8 Stunden ).
Das insgesamt vertraglich zu vereinbarende Netto-Beraterhonorar darf die Bemessungsgrundlage von maximal 4.000 € nicht überschreiten.

Berechnungsbeispiele unter Gründercoaching Deutschland

Verfahren

Anträge sind vor Abschluss eines Coachingvertrages bei den Regionalpartnern vor Ort zu stellen. Regionalpartner für den Bereich der Emscher-Lippe-Region.

Die Regionalpartner sind vom ersten persönlichen Kontaktgespräch über die Antragstellung und die Coachingempfehlung an die KfW, bis zur Einreichung der Abrechnungsunterlagen Ihre Ansprechpartner vor Ort.

Nach Zugang der Förderzusage kann ein Coachingvertrag mit einem in der KfW-Beraterbörse zugelassenen Gründercoach abgeschlossen werden. Der Coachingzeitraum beträgt maximal 12 Monate ab Erteilung der Zusage.

Die Auszahlung des Zuschusses an die Antragsteller erfolgt, sobald die Abrechnungsunterlagen ( Gesamtrechnung des Gründercoach, Coachingbericht, statistisches Beiblatt und Kopie des Kontoauszuges als Zahlungsbeleg für den geleisteten Eigenanteil ) dem Regionalpartner vollständig vorliegen.

Alle Formulare und weitere Informationen unter Gründercoaching Deutschland

Veranstaltungskalender

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