Zukunftsraum A52

Modell des Zukunftsraumes A52

Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert: Die vielbefahrene B 224 soll zur A 52 ausgebaut werden. Die Bundesstraße prägt das Bild der Stadt in erheblichem Maße, trennt sie doch durch ihren Verlauf ganze Stadtteile voneinander.

Grund für den Ausbau ist die übergeordnete Verkehrssituation im mittleren Ruhrgebiet, in der eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung dringend benötigt wird.

Bei diesem Anlass arbeiten Stadt Gladbeck und Straßen.NRW eng zusammen, denn durch den Ausbau ergeben sich für Gladbeck große Stadtentwicklungspotenziale: der "Zukunftsraum A52“ kann entstehen. Diese Zusammenarbeit wurde in einem Eckpunktepapier zwischen Stadt Gladbeck und Straßen.NRW geregelt. Damit ist sichergestellt, dass das Projekt für die Stadtentwicklung wichtige Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Bund und Land treiben dazu den Ausbau der Bundesstraße B224 zur Autobahn A52 voran. Zwei Abschnitte befinden sich bereit im Planfeststellungsverfahren, für den dritten Abschnitt durch den Siedlungskern von Gladbeck wurde Anfang 2019 der Planungsauftrag vergeben und damit die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren weitergeführt. Für die Planung werden drei Jahre veranschlagt.

Gleichzeitig bietet sich der Stadt Gladbeck die historisch einmalige Chance für die Stadtentwicklung, große, zurzeit un- oder untergenutzte Flächen einer neuen Nutzung zuzuführen sowie ein Zusammenwachsen der einzelnen Bereiche der Innenstadt zu ermöglichen. Diese Flächen und die Herausforderung ihrer Entwicklung als Projekt der kommenden Jahre und Jahrzehnte werden als "Zukunftsraum A52“ begriffen.

Aktueller Sachstand

Zukünftige Erschließung Gewerbepark Brauck

Der Ausbau der B224 zur A52 hat u.a. zur Folge, dass die Anschlüsse der Straße Kösheide sowie der Straßburger Straße an das übergeordnete Straßennetz zukünftig entfallen werden. Damit werden vor allem der Gewerbepark Brauck und die südlichen Stadtteile von Gladbeck nicht mehr wie gewohnt erreichbar sein.

Daher hat die Stadtverwaltung drei Varianten für die zukünftige Erschließung des Gladbecker Südens mit der Unterstützung von externen Fachgutachtern auf ihre Machbarkeit und Eignung untersucht. Als Vorzugsvariante wurde dabei die Ausbau der Welheimer Straße benannt. Der Stadtplanungs- und Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 30. Januar 2020 das Ergebnis der Untersuchung zur Kenntnis genommen und in diesem Zuge die Verwaltung mit der weiteren Planung beauftragt. Nähere Informationen können den Unterlagen für den Stadtplanungs- und Bauausschuss entnommen werden.

  • Vorlage (pdf-Dokument, ca. 0,2 MB)
  • Anlagen (pdf-Dokument, ca. 6,5 MB)

Gleichzeitig wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 181 Gebiet: Welheimer Straße gefasst.

Planfeststellungsverfahren Abschnitt 01 - Offenlage Deckblatt III

Die Bezirksregierung Münster führt auf Antrag von Straßen.NRW für das Bauvorhaben Ausbau A52 im Abschnitt 01 das Planfeststellungsverfahren durch. Im Oktober und November 2019 wurde daher eine erneute Änderung der Planung (Deckblatt III) öffentlich ausgelegt. In Gladbeck erfolgte dies in den Räumlichkeiten der Gladbeck Information vom 28. Oktober bis 27. November 2019.

Die Stadt Gladbeck hat als Träger öffentlicher Belange im Rahmen dieses Verfahrens eine Stellungnahme abgegeben. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 9. Dezember 2020 die Inhalte der Stellungnahme beschlossen. Die Details sind der entsprechenden Vorlage zu entnehmen:

  • Vorlage (pdf-Dokument, ca. 0,3 MB)

Vor dem Deckblatt III hatten für den Abschnitt 01 bereits ein erstes Anhörungsverfahren Anfang 2009 sowie vereinfachte Anhörungsverfahren zum Deckblatt I im Jahr 2010 und ein Anhörungsverfahren zum Deckblatt II im Jahr 2011 stattgefunden.


Foto: Stadt Gladbeck
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